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Der Inklusive Kriminalroman

Was soll das eigentlich sein, ein inklusiver Kriminalroman?

Unter einem inklusiven Kriminalroman verstehen wir, die Autoren, einen herkömmlichen, spannenden Kriminalroman, der dem Leser zugleich Wissen über das Leben und den Alltag von Menschen mit Einschränkung vermittelt.

Braucht es das?

Diese Frage kann man sich zu Recht stellen. Dazu eine Vorbemerkung: Die Autoren sehen als zentrale Voraussetzung für Inklusion ein besseres Miteinander von Menschen mit und ohne Einschränkung an. Um das Miteinander zu verbessern, braucht es vor allem ein besseres Verständnis füreinander. Häufig wird unter Inklusion nur verstanden, dass Menschen mit Behinderungen verbesserte Möglichkeiten erhalten, mit nicht-behinderten Menschen zusammen zu sein. Dieses „einseitige“ Verständnis, das zudem oft auf Barrierefreiheit reduziert wird, ist zu kurz gedacht, wenn wir ein selbstverständliches Miteinander erreichen wollen.

Ein selbstverständliches Miteinander wird aus unserer Sicht nur funktionieren, wenn Menschen ohne Behinderung mehr Wissen über das Leben und den Alltag von Menschen mit Behinderung erlangen. Dieses Wissen erlaubt es, Scheu, Unsicherheit oder gar Ängste gegenüber Menschen mit Behinderung zu verlieren.Umgekehrt benötigt es sicherlich keine Aufklärung von Behinderten über das Leben und den Alltag von Nichtbehinderten, denn die überwiegende Zahl aller Medien bilden täglich das Leben und den Alltag der Menschen ohne Behinderung ab.

Somit stellen wir vor die Inklusion die Information. Dies wird aber schwerlich mit Aufklärungsfilmen oder Dokumentationen über Menschen mit Einschränkungen funktionieren.
Ein altes Sprichwort heißt: „Der Köder muss dem Fisch schmecken!“ Deswegen wollen wir die Information über Menschen  mit Behinderung möglichst attraktiv „verpackt“ den Menschen näher bringen.

Ein Kriminalroman, spannend geschrieben, gut und logisch aufgebaut, bei dem das Thema „Leben und Alltag von Menschen mit Einschränkung“ ganz selbstverständlich und natürlich in Handlung und Setting intergeriert ist, ist ein ideales Vehikel der Informationsvermittlung. Deswegen sind wir der Meinung, dass es den „inklusiven Kriminalroman“ schon längst hätte geben müssen.

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